Dein Hund kratzt sich ständig - was steckt dahinter?

Juckreiz bei Hunden ist ein Warnsignal, das du ernst nehmen solltest. Wenn dein Hund sich ständig kratzt oder an den Pfoten leckt, steckt oft mehr dahinter als eine kurze Hautreizung.

Ständiges Kratzen beim Hund kann verschiedenste Ursachen haben. Von Parasiten, Hautinfektionen, trockener Haut bis hin zu Unverträglichkeiten oder Allergien. Wichtig ist, die Ursache für den Juckreiz zu finden, statt nur das Kratzen zu stoppen. 

Ständiges Kratzen beim Hund

Dein Hund kratzt ständig - dann versucht er meist, ein unangenehmes Gefühl auf der Haut zu lindern. Dieses Gefühl kann als Jucken, Brennen, Kribbeln oder Schmerz wahrgenommen werden. Viele Hunde kratzen nicht nur mit den Pfoten, sondern lecken, knabbern oder beißen zusätzlich an den betroffenen Stellen. Jucken beim Hund tritt an Ohren, Bauch, Achseln, Pfoten, Rücken oder Rutenansatz auf. Manche Hunde reiben den Kopf an Möbeln oder wälzen sich zusätzlich zum Kratzen mit der Pfote. Andere wirken unruhig, schlafen schlechter oder ziehen sich zurück.

Typische Anzeichen für Juckreiz beim Hund 

Ein Hund mit Juckreiz zeigt oft mehrere Symptome gleichzeitig. Dazu gehören häufiges Kratzen, Lecken, Knabbern, Scheuern und Kopfschütteln. Auch gerötete Haut, Schuppen, Haarausfall oder nässende Stellen können Anzeichen für ein gesundheitliches Problem sein. Besonders auffällig ist es, wenn dein Hund sich ständig kratzt und die Pfoten leckt. Dieses Verhalten passt oft zu Allergien, Verletzungen oder Parasiten.
Dein Hund kratzt sich am Ohr und zudem schüttelt er häufig seinen Kopf? Dann können Ohrmilben oder eine Ohrenentzündung dahinterstecken.

Ein kleiner Hund kratzt sich

Wann ist Kratzen nicht mehr normal? 

Gelegentliches Kratzen ist normal. Hunde reagieren damit auf Staub, Grashalme, trockene Haut oder kleine Reize. Problematisch wird es, wenn das Kratzen täglich auftritt, länger anhält oder die Haut sichtbar verändert ist. Auch nächtlicher Juckreiz bei Hunden ist ein Warnzeichen. Wenn dein Hund nicht zur Ruhe kommt, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Offene Wunden, Eiter, starker Geruch, kahle Stellen oder Blut erfordern schnelle Hilfe.

Häufige Ursachen für ständiges Kratzen bei Hunden 

Ständiges Kratzen bei Hunden kann viele Auslöser haben. Die Haut reagiert empfindlich auf innere und äußere Einflüsse. Eine genaue Beobachtung hilft, die Ursache einzugrenzen. 

Parasiten: Flöhe, Milben und Zecken 

Parasiten gehören zu den häufigsten Ursachen für Juckreiz beim Hund. Flöhe verursachen starken Juckreiz, besonders am Rücken, Bauch und Rutenansatz. Manche Hunde reagieren bereits auf einzelne Flohbisse mit einer starken allergischen Reaktion. Milben können ebenfalls heftiges Kratzen auslösen. Ohrmilben führen oft dazu, dass der Hund sich am Ohr kratzt und den Kopf schüttelt. Grasmilben reizen vor allem Pfoten und Beine nach Spaziergängen im Spätsommer und Herbst. Zecken verursachen meist keinen großflächigen Juckreiz, können aber lokale Reizungen auslösen. Nach dem Entfernen kann die Einstichstelle noch einige Tage jucken. Bei Rötung, Schwellung oder Wärme sollte die Stelle kontrolliert werden. 

Allergien und Unverträglichkeiten als Auslöser für Juckreiz beim Hund 

Allergien sind ein häufiger Grund, wenn ein Hund sich ständig kratzt. Hunde können auf Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel, Futtermittel oder Flohspeichel reagieren. Die Haut wird gereizt, entzündet sich unter Umständen und beginnt stark zu jucken. Umweltallergien treten oft saisonal auf. Wenn dein Hund im Frühjahr oder Sommer stärker kratzt, können Pollen eine Rolle spielen. Bei ganzjährigem Juckreiz kommen Hausstaubmilben oder Schimmel als Auslöser infrage. Eine Futtermittelunverträglichkeit macht sich ebenfalls durch Juckreiz bemerkbar. Zusätzlich können Verdauungsprobleme wie Durchfall, Blähungen oder weicher Kot auftreten. Eine Ausschlussdiät, am besten unter tierärztlicher Begleitung, kann Klarheit bringen, auf welchen Futterbestandteil dein Hund mit einer Unverträglichkeit reagiert. 

Hautinfektionen durch Bakterien oder Pilze 

Gereizte Haut ist anfällig für Infektionen. Durch Kratzen entstehen kleine Verletzungen, in die Bakterien eindringen können. Die Folge sind Rötungen, Pusteln, Krusten, nässende Stellen oder unangenehmer Geruch. Hefepilze treten häufig an Ohren, Pfoten, Hautfalten oder am Bauch auf. Die Haut kann fettig wirken und süßlich oder muffig riechen. Oft kratzt oder leckt der Hund die betroffenen Stellen intensiv. Eine Infektion ist selten die alleinige Ursache. Häufig entsteht sie als Folge von Allergien, Feuchtigkeit, Hautfalten oder einem geschwächten Hautschutz. Deshalb muss nicht nur die Infektion behandelt werden, sondern auch der Auslöser. 

Trockene Haut und Fellprobleme verursachen Jucken beim Hund 

Trockene Haut und Schuppen können ebenfalls Juckreiz bei Hunden auslösen. Häufiges baden oder duschen, ungeeignete Shampoos, trockene Heizungsluft oder Nährstoffmangel schwächen die Hautbarriere. Die Haut spannt, schuppt sich und wird empfindlicher. Auch zu seltene Fellpflege kann Probleme schaffen. Verfilzungen verhindern die Luftzirkulation im Fell und begünstigen, dass Feuchtigkeit und Schmutz im Fell bleibt, was wiederum zu Entzündungen der Haut führen kann. Besonders langhaarige Hunde brauchen regelmäßiges Bürsten, um Haut und Fell gesund zu halten. Verwende nur spezielle Hundeshampoos und bade deinen Hund nur, falls nötig. Produkte für Menschen sind meist ungeeignet, da der pH-Wert der Hundehaut anders ist. Nach dem Baden sollte das Fell gut trocknen, besonders in Hautfalten und zwischen den Zehen.

Was tun, wenn der Hund sich ständig kratzt? 

Wenn dein Hund sich ständig kratzt und die Pfoten leckt, solltest du nach der Ursache für den Juckreiz suchen. Akute Beschwerden können zwischenzeitlich gelindert werden, solange bis die Ursache für das Jucken gefunden wurde. Reines Unterdrücken des Juckreizes bringt nur kurzzeitig Linderung, beseitigt jedoch nicht den Auslöser für das Jucken beim Hund.

Wie du bei deinem Hund Juckreiz lindern kannst 

Wenn du bei deinem Hund den Juckreiz lindern möchtest, helfen zunächst folgende Maßnahmen: 

  • Kühle gereizte Stellen mit einem sauberen, feuchten Tuch. 
  • Verhindere starkes Kratzen durch einen Body, Kragen oder Pfotenschutz, wenn die Haut bereits wund ist. 
  • Bürsten entfernt lose Haare, Schmutz und mögliche Reizstoffe. 
  • Bei trockener Haut können hochwertige Omega-3-Fettsäuren unterstützen. 

Vermeide Hausmittel wie Teebaumöl, Essig, Alkohol oder aggressive Salben. Einige Stoffe sind für Hunde giftig oder reizen die Haut zusätzlich. Auch Medikamente für Menschen dürfen nicht ohne tierärztliche Anweisung verwendet werden.

Ein Hund sitzt im Gras und schleckt sich die Pfoten

Wann sollte ein Hund mit Juckreiz zum Tierarzt? 

Ein Hund mit Juckreiz sollte tierärztlich untersucht werden, wenn die Beschwerden über mehrere Tage anhalten. Das gilt besonders, wenn sich der Juckreiz verschlimmert oder immer wiederkehrt. Chronischer Juckreiz kann die Haut dauerhaft schädigen. Sofortige Hilfe ist nötig bei offenen Wunden, Blut, Eiter, starkem Geruch, Schmerzen, Fieber oder deutlichem Haarausfall. Auch ständiges Kopfschütteln und Kratzen am Ohr sollte schnell abgeklärt werden. Ohrenentzündungen können sehr schmerzhaft sein und sich verschlimmern. Die Tierarztpraxis kann Hautproben, Abklatschpräparate, Ohrabstriche, Flohkammtests oder Allergiediagnostik durchführen. Bei Verdacht auf Futtermittelreaktionen kann eine kontrollierte Diät geplant werden, um herauszufinden, welcher Futterbestandteil die allergische Reaktion bzw. Unverträglichkeit ausgelöst hat.

Behandlung hängt von der Ursache des Juckreizes ab 

Die richtige Behandlung richtet sich nach dem Auslöser. Bei Parasiten braucht dein Hund ein wirksames Antiparasitikum. Bei Flöhen muss auch die Umgebung gereinigt werden, da Eier und Larven in Decken, Körbchen und Teppichen sitzen. Bei bakteriellen Infektionen oder Pilzen können medizinische Shampoos, Lösungen oder Medikamente nötig sein. Allergien werden je nach Ursache mit Futterwechsel, Diät, Allergenvermeidung, Hautpflege oder speziellen Medikamenten behandelt. In manchen Fällen ist eine langfristige Therapie erforderlich. Wichtig ist, die Behandlung nicht zu früh abzubrechen. Auch wenn das Kratzen nachlässt, kann die Haut noch nicht vollständig geheilt sein. Halte dich deshalb an die Empfehlung deiner Tierarztpraxis.

Vorbeugung: So bleibt die Hundehaut stabil 

Du kannst das Risiko für Juckreiz bei Hunden senken, indem du Haut und Fell regelmäßig pflegst. Bürste deinen Hund passend zum Felltyp. Kontrolliere nach Spaziergängen Pfoten, Ohren und Bauch auf Fremdkörper, Grannen oder Parasiten.

Zudem unterstützt eine ausgewogene Ernährung die Hautbarriere. Hochwertige Proteine, essentielle Fettsäuren, Zink und Vitamine sind wichtig für eine gesunde Haut. Sollte bei deinem Vierbeiner eine Hautkrankheit, Haarausfall oder Unverträglichkeit auftreten, kann unser medizinisches Hundefutter Happy Dog VET Diät Hypoallergenic + Skin eine gute Alternative sein.

Bei Hunden mit Unverträglichkeiten und Futtermittelallergien

Hat dein Hund eine Unverträglichkeit, dann wählst du am besten ein Futter mit wenigen verschiedenen Zutaten bzw. ein Monoproteinprodukt. Unsere Happy Dog Sensible Pure Nassfuttersorten bestehen zum Beispiel aus 100% tierischem Protein aus einer Proteinquelle. So kannst du ganz einfach sicherstellen, dass dein Hund nur die Fleischsorte erhält, die er verträgt. Fütterst du deinem Vierbeiner zum Beispiel Happy Dog Sensible Pure Neuseeland, dann erhält er Fleisch und Innereien ausschließlich vom Lamm, was besonders für verdauungssensible Hunde von Vorteil sein kann. Ohne Getreide, ohne Zusätze - einfach 100% tierisches Protein vom Lamm. Die Sensible Pure Nassfutterdosen von Happy Dog sind übrigens in elf köstlichen Sorten verfügbar.

Fazit: Ständiges Kratzen beim Hund kann langfristig zu wunden Stellen, Infektionen, Haarausfall und dauerhaften Hautveränderungen führen. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser lässt sich die Haut schützen. Wenn dein Hund unter Juckreiz leidet, lohnt sich ein genaues Beobachten. Achte auf Muster, betroffene Körperstellen und mögliche Auslöser wie Futter, Jahreszeit oder Spazierwege. Je schneller du den Auslöser für den Juckreiz deines Hundes herausfindest, desto schneller kannst du sein Wohlbefinden wieder sicherstellen.

Das könnte dich auch interessieren:
Hundewissen

Kleine Hunderassen: Vor- und Nachteile

Kleine Hunderassen sind voll im Trend und haben viele Vorteile. Wir zeigen dir, welche Unterschiede es gibt und worauf du beim Kauf achten solltest.
Hundewissen

Die beliebtesten kleinen Hunderassen

Dackel, Pudel und Cavalier King Charles Spaniel zählen zu den beliebtesten kleinen Hunderassen. Zumindest was die Anzahl neugeborener Welpen im Verband für das Deutsche Hundewesen angeht.
Hundewissen

Das Wachstum von Welpen

Bei der Aufzucht deines neuen Familienmitglieds möchtest du natürlich alles richtig machen. Wir haben die wichtigsten Infos zum Wachstum deines Welpen für dich zusammengefasst.
Hundewissen

Wie viel Wolf steckt im Hund

Wer seinen Hund wie seine wilden Vorfahren ernährt, füttert an der Evolution vorbei und an den Bedürfnissen seines Haustieres.
Hundewissen

4 Elemente für einen glücklichen Hund

Hunde sind unsere besten Freunde und treuesten Begleiter. Aber sorgen wir Hundehalter optimal für unsere Hunde? Lies hier, wie du die seelische und körperliche Gesundheit deines Vierbeiners fördern kannst.
Hundewissen

Hunde im Büro

Du möchtest deinen Vierbeiner mit ins Büro nehmen? Ein Hund kann dir und deinen Kollegen den Büroalltag bereichern, dennoch es gibt Einiges dabei zu beachten.
Hundewissen

Für die Kleinen nur das Beste

Kleine Hunde haben einen besonderen Nährstoffbedarf. Denn im Gegensatz zu großen Hunderassen, benötigen sie mehr Energie und nährstoffreicheres Futter.
Hundewissen

Der perfekte Start ins Leben

Mit der bissoptimierten Herzkrokette von Happy Dog Young, die auf die Bedürfnisse deines Hundewelpen angepasst ist, gelingt der perfekte Start in ein langes Hundeleben.
Hundewissen

Schlank & fit oder übergewichtig?

Du bist dir unsicher, ob dein Hund sein Idealgewicht hat oder eventuell zu dick sein könnte? Mit dieser Methode findest du es schnell heraus.
Hundewissen

Warum fressen Hunde Gras?

Bestimmt hast du schon mal beobachtet, dass dein Hund Gras frisst. Welche Ursachen dahinter stecken können und wann Grund zur Sorge besteht, haben wir für dich recherchiert.
Hundewissen

Was verursacht Mundgeruch bei Hunden?

Wie entsteht Mundgeruch bei Hunden und was sind die Ursachen dafür? Erfahre, was dagegen hilft und was du vorbeugend unternehmen kannst.
Hundewissen

Warum leckt mein Hund ständig die Pfoten?

Allergien, Parasiten, Schmerzen, Verletzungen aber auch Stress oder Langeweile können dazu führen, dass dein Hund übermäßig an seinen Pfoten leckt.